Mode und Hotels

Wie wir schon in einem früheren Blogpost erklärt haben, ist der Geschmack bezüglich Hotels bei jedem Urlauber unterschiedlich, gleiches gilt natürlich für den modischen Geschmack von Menschen, doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der Mode- und der Hotelwelt.

Designhotels

Dass Mode mit dem Begriff Design verknüpft ist, verwundert nicht weiter, werden doch die bedeutenden Modeschöpfer stets auch Designer genannt. Doch auch bei Hotels wird mittlerweile viel über das Design gesprochen. Design- oder auch Art-Hotels verstehen sich als Gegenentwürfe zu den immer gleicher werdenden Großhotels. Sie versprechen ihren Kunden ein Urlaubserlebnis, das genauso individuell ist wie ausgefallene Markenmode. Wie jedes schicke Outfit mit einem Paar schicker Schuhe beginnt, steht am Anfang eines jeden Designhotels ein klares Designkonzept.

Gute Beispiele finden sich dafür aktuell in Österreich. Hier achten Gastgeber auf die perfekte Symbiose klassischer Motive, moderner Architektur und Inneneinrichtungselemte. So finden sich beispielsweise moderne Designmöbel unter dem klassischen Hirschgeweih oder ein komfortables Sky-Spar wird in klassischer Holzoptik präsentiert. Dabei arbeiten angesehene Innendesigner und Architekten mit herausragenden Hoteliers zusammen, um eine Vision eines Hotels zu gestalten, die dem Urlaubsland angemessen ist. Diese Hotels stehen für die Symbiose von Moderne und Tradition. Dabei gilt der Begriff Designhotel hauptsächlich für größere Hotels. Kleinere Hotels, die dasselbe individualistische Konzept verfolgen, nennt man Boutiquehotels.

Neben den grundsätzlich an der Mode orientierten Hotels gibt es auch noch die Aktiengruppe „Design Hotels“, die als Marketingplattform 300 Hotels repräsentiert. Dabei wird der Bezug zur Mode offensichtlich, wenn die Gruppe selbst von einer von Hotels spricht. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Berlin und vier weitere Sitze in drei Ländern. Sie steht für Individualität und einen gehobenen Lifestyle.

Designer als Hoteliers

Es gibt aber auch andere Überschneidungen von Hotels und Mode. So eröffnen immer mehr Designer oder die Unternehmen, die mit ihnen Geld verdienen, sogenannte „Fashionbrand-Hotels“, wie im schicken Londoner Knightsbridge das Bulgari-Hotel, das zur gleichnamigen Luxus-Modemarke gehört. Es gibt mittlerweile sechs solcher Hotels. In den nächsten Jahren sollen drei weitere in Tokyo, Moskau und Paris folgen.

Auch Marken wie Armani oder Missoni betreiben mittlerweile ähnliche Hotels. Dabei dienen diese Hotels als Schaukästen der jeweiligen Marke. Kunden können in die Welt eintauchen, in der sich die Marken schon lange sehen. Die Hotels sind Kunst- beziehungsweise Modeobjekte zum Anfassen für jene, die es sich leisten können. Sie sind die Versinnbildlichung der Verbindung von Mode und Tourismus. Dabei liegen sie stets in absoluten Toplagen, um so für gewünschte Kundschaft noch attraktiver zu sein.

Begonnen mit dieser Symbiose von Hotelgewerbe und Modeindustrie hat Versace bereits im Jahr 2000, als an der australischen Goldküste den Palazzo Versace eröffnet wurde. Ein Palazzo, komplett von dem Design Versaces durchzogen. Betrieben werden die Hotels dabei von bekannten Größen der Industrie. Diese profitieren vom großen Namen und die Modeschöpfer von deren Erfahrung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Hotelgewerbe und die Modeindustrie sich in einer stetig fortschreitenden Symbiose befinden. Wir können gespannt sein, was in diesem Bereich demnächst geschieht.

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